Sicherheit beim Schweißen

Sicherheit beim Schweißen – diese Dinge sollte man unbedingt beachten

Schweißen ist eine gute Technik, um zwei Metalle miteinander zu verbinden, doch immer wieder passieren beim Schweißen auch schwere Fehler, die zu Bränden oder Verletzungen führen. Das Thema Sicherheit beim Schweißen ist also ganz wichtig.

Wenn man einige grundlegende Dinge beachtet, ist Schweißen eine sehr sichere Technik, aber man kann es nicht mal so eben zwischendurch machen, denn dabei geschehen dann auch die Unfälle.

Nie ohne Augenschutz schweißen

Der wichtigste Tipp zum Schweißen ist: NIE OHNE AUGENSCHUTZ SCHWEISSEN!

Und nie bedeutet auch nie. Beim Schweißen sollte man daher ein Schweißerschutzschild für Kopf und Augen benutzen, welches auch einen Strahlenschutzfilter besitzt. Und wenn es noch so eilig ist: Man schweiß nicht nur mit der Sonnenbrille oder irgendeiner dunklen Folie.

Hintergrund, ist Funken ins Auge kommen könnten und dauerhafte Schäden verursachen würden. Auch können Funken z.B. manche Plastik Sonnenbrille schmelzen oder gar brennen lassen. Also: Das Schweißgerät wird nie ohne passenden Kopf- und Augenschutz benutzt.

Schweißerschutzhandschuhe sind ein Muss!

Nicht nur die Augen müssen beim Schweißen geschützt werden, sondern auch die Hände. Beim Schweißen wird es nun mal sehr heiß und die Hände sind schnell verbrannt. Auch fangen Ärmel von Hemden und normaler Kleidung schnell Feuer.

Entsprechend lange Schweißerschutzhandschuhe schützen die Hand, das Ärmelende und lassen auch ein Anfassen des heiß gewordenen Werkstückes zu.

Schweißerschutzanzug hält Strahlung vom Körper fern

Wenn beim Schweißen ein Lichtbogen entsteht, wird UV-Strahlung frei, die nicht nur am Auge zu einer Bindehautentzündung oder dauerhaften Schädigung führen kann, sondern auch die Haut schädigen kann.

Bei so manch rustikaler Bausteller, wo in Jeans und Hemd geschweißt wurde, haben sich schon Schweißer schwere Hautschädigungen geholt, weil die Kleidung angefangen hat zu brennen oder Funken durch die Kleidung geschlagen haben. Ein spezieller Schweißerschutzanzug mit einer Lederschürze verhindert das.

Andere Personen beim Schweißen schützen

Wenn irgendwo geschweißt wird, sind schnell andere Personen in der Nähe, die zuschauen wollen – oft ohne Schutzausrüstung. Das sollte man nicht zulassen, weil alleine das UV-Licht schon Schädigungen verursachen kann.

Wer den Schweißplatz mit Schweißvorhängen oder Schweißschutzwänden ausstattet, verhindert Schäden an anderen Personen und auch an Gegenständen.

Stromunfälle vermeiden

Beim Schweißen sollte man auch Stromunfälle vermeiden, dazu ist es hilfreich:

  • Beim Schweißen sollte man auf einer isolierenden Matte stehen.
  • Der Arbeitsplatz sollte trocken und nicht feucht sein. Besonders auf dem Boden sollte kein Wasser stehen.
  • Der Stromkreis für das Schweißgerät muss immer über einen Fehlerstromschutzschalter laufen – zusätzliche Sicherungen am Gerät geben eine extra Sicherheit.
  • Die Kabel, die zum Schweißgerät führen, sollten über eine funktionstüchtige Isolierung haben, die nicht durch Knicke oder Schnitte beschädigt ist.

Nie in der Nähe von brennbaren Gegenständen schweißen

Alles, was brennbar oder gar explosiv ist, sollte man aus der Schweißer-Umgebung verbannen oder abschirmen, das gilt z.B. auch für Gasflaschen oder gar Gase. Aber auch für Kartonstapel.

Man sollte auch bedenken, dass heiße Partikel auch durch Ritze, Wanddurchlässe oder Kabelschächte gelangen könnten und dann woanders etwas entzünden. Davor sollte man sich schützen, indem man dies abdeckt.

Feuerlöscher bereit stellen

Wer schweißt, sollte immer einen Feuerlöscher bereitstellen: Wenn doch einmal etwas Unvorhergesehenes passiert, hat man dann wenigstens gute Chancen, Schlimmeres zu verhindern.