Fehlerquellen bei Schweißarbeiten

Schweißen will gelernt sein. Es kann lange dauern, bis ein Lehrling eine perfekte Schweißnaht zieht. Die allerersten guten Schweißnähte sind meist nur Zufall. Nur stetiges Üben hilft weiter. Denn auch hier gilt die alte Binsenweisheit: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Hier sind die häufigsten Fehlerquellen. Diese gelten in erster Linie für das Handschweißen, wobei einige auch auf das Roboterschweißen angewendet werden können.

Falsches Schweißgerät ausgewählt

Es gibt verschiedene Handschweißverfahren: WIG, MAG, um nur ein paar zu nennen. Generell kann gesagt werden, dass dickere Materialien mit einem Elektrodenschweißgerät geschweißt werden sollten. Dünne Karosseriebleche hingegen mit mit ein Schutzgasschweißgerät. Azubis sollten immer ihren Meister fragen.

Falsch eingestelltes Schweißgerät und falsches Zubehör

Eine häufig beobachtete Fehlerquelle ist das falsche Einstellen der Stromstärke. So kann die Stromstärke zu gering sein, weil die Netzleitung des Trafos gestört sein könnte. Manchmal ist auch einfach die Messklemme falsch angeklemmt und hat keinen Kontakt. Genauso gut kann die Elektrode nass sein oder es wurde vergessen die Masseklemme anzuklemmen. Eine zu hohe Stromstärke führt zu einem zu tiefen Einbrand und sorgt für Schweißspritzer rund um die Schweißnaht.

Schlechte Vorbereitung

Vor dem eigentlichen Schweißen sind immer ein paar Vorbereitungen zu treffen. So muss das Schweißgut unbedingt anständig gereinigt werden. Staub, Fett, Öl oder andere Beschichtungen müssen mit einer Drahtbürste, einem Lappen oder anderen Mitteln ordnungsgemäß entfernt werden. Dreckige Werkstücke führen häufig zu Einschlüssen von Schlacke.

Keine oder mangelnde Schutzkleidung

Schweißen beinhaltet mehrere Gefahrenquellen. Besonders Augen und Haut sind betroffen. Es muss unbedingt eine Schutzbrille getragen werden. In der Praxis passiert es leider häufig, dass bei einem kurzen Schweißpunkt einfach nur die Augen geschlossen werden. Das ist nicht ausreichend und kann zu Verbrennungen der Netzhaut führen. Das gleiche gilt für die Haut. Es müssen unbedingt Schweißhandschuhe (bestenfalls aus Leder) getragen werden. Dazu gehören auch Stahlkappenschuhe und eine Schweißjacke.

Mangelhafte Absicherung der Schweißstätte

Auf gar keinen Fall sollten brennbare Gegenstände in der Nähe der Schweißstätte liegen. Zudem ist für eine gute Lüftung zu sorgen und im besten Fall steht auch noch ein Eimer Wasser bereit. Außerdem sollte der Schweißer nicht von Dritten (wie etwa einem Gabelstapelfahrer oder anderen Arbeitern) während des Schweißens gefährdet werden können.